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In seinem Sessel...


In seinem Sessel, behaglich dumm,

Sitzt schweigend das deutsche Publikum.

Braust der Sturm herüber, hinüber,

Wölkt sich der Himmel düster und trüber,

Zischen die Blitze schlängelnd hin,

Das rührt es nicht in seinem Sinn.

Doch wenn sich die Sonne hervorbeweget,

Die Lüfte säuseln, der Sturm sich leget,

Dann hebt′s sich und macht ein Geschrei,

Und schreibt ein Buch: "der Lärm sei vorbei."

Fängt an darüber zu phantasieren,

Will dem Ding auf den Grundstoff spüren,

Glaubt, das sei doch nicht die rechte Art,

Der Himmel spaße auch ganz apart,

Müsse das All systematischer treiben,

Erst an dem Kopf, dann an den Füßen reiben,

Gebärd′t sich nun gar, wie ein Kind,

Sucht nach Dingen, die vermodert sind,

Hätt′ indessen die Gegenwart sollen erfassen,

Und Erd′ und Himmel laufen lassen,

Gingen ja doch ihren gewöhnlichen Gang,

Und die Welle braust ruhig den Fels entlang.



(* 05.05.1818, † 14.03.1883)




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