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An die Kunstrichter


Ein Lob, das alle Fehler uns verschweigt,

Ist wie der fette Frühlingsregen,

Der allzustark die Felder säugt;

Er tödtet sie durch Segen.

Die Tadel, die, an Galle reich,

nur zu beschämen suchten,

sind schloßenvollen Wettern gleich;

Sie stürmen Saaten ein, anstatt sie zu befruchten.

Ein Lob, zu rein für Schmeicheley,

Erweckt uns, wie die Flur der May;

Und Wahrheit ohn′ Erbittern;

Ruft unsre Kraft empor, gleich fruchtenden Gewittern.



(* 04.12.1738, † 15.01.1809)




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