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Fern von dir, o Welt


Daß, o Welt, o laß mich sein!

Zieh′ mich nicht in deine Kreise;

Laß mich, fern von dir, allein

Leben still nach meiner Weise.

 

Locket nicht mit Liebesgaben,

Denn sie reizen mich nicht mehr,

Lust und Leid hab′ ich begraben

Tief in einem stillen Meer.

 

Laßt dies Herz alleine haben,

Was ihm einzig lieb und wert,

Was, o Welt, statt deiner Gaben

Ihm ein güt′ger Gott beschert.

 

Seine Wonne, seine Pein

Hat′s um heil′gen Gottesfrieden

Eingetaucht, und stille sein

Ist sein höchstes Glück hienieden.



(* 21.07.1816, † 02.05.1896)




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