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Der Bauer und sein Kind


Der Bauer steht vor seinem Feld

Und zieht die Stirne kraus in Falten:

"Ich hab′ den Acker wohl bestellt,

Auf reine Aussaat streng gehalten;

Nun seh′ mir eins das Unkraut an!

Das hat der böse Feind getan."

 

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,

Mit bunten Blüten reich beladen;

Im Felde hat er sie gepflückt,

Kornblumen sind es, Mohn und Raden;

Er jauchzt: "Sieh, Vater, nur die Pracht!

Die hat der liebe Gott gemacht."



(* 21.07.1816, † 02.05.1896)




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Kommentare

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  • Gravatar von Christian
    Christian | fw.c.heine@gmail.com
    vor 8 Monaten

    Meine Mutter stammte von einem Bauernhof in der Nähe von Neubrandenburg. Immer wenn die Zeit der Blumen auf dem Felde war, sagte sie diese zwei Ferse. Unvergesslich.