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Unmut


O Herbst! betrübt verhüllst du

Strom, Wald und Blumenlust,

Erbleichte Flur, wie füllst du

Mit Sehnsucht nun die Brust!

 

Weit hinter diesen Höhen,

Die hier mich eng umstellt,

Hör ich eratmend gehen

Den großen Strom der Welt.

 

In lichtem Glänze wandelt

Der Helden heilger Mut,

Es steigt das Land verwandelt

Aus seiner Söhne Blut.

 

Auch mich füllt männlich Trauern,

Wie euch, bei Deutschlands Wehn -

Und muß in Sehnsuchtsschauern

Hier ruhmlos untergehn!



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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