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Läuten kaum die Maienglocken


Läuten kaum die Maienglocken,

leise durch den lauen Wind,

hebt ein Knabe froh erschrocken,

aus dem Grase sich geschwind.

Schüttelt in den Blütenflocken,

seine feinen blonden Locken,

schelmisch sinnend wie ein Kind.

 

Und nun wehen Lerchenlieder

und es schlägt die Nachtigall,

von den Bergen rauschend wieder

kommt der kühle Wasserfall.

Rings im Walde bunt Gefieder,

Frühling ist es wieder

und ein Jauchzen überall.

 



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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