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Im Abendrot


Wir sind durch Not und Freude

Gegangen Hand in Hand:

Vom Wandern ruhen wir beide

Nun überm stillen Land.

 

Rings sich die Täler neigen,

Es dunkelt schon die Luft,

Zwei Lerchen nur noch steigen

Nachträumend in den Duft.

 

Tritt her und laß sie schwirren,

Bald ist es Schlafenszeit,

Daß wir uns nicht verirren

In dieser Einsamkeit.

 

O weiter, stiller Friede!

So tief im Abendrot,

Wie sind wir wandermüde -

Is dies etwa der Tod?



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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