Im hohen Gras der Knabe schlief,

Da hört′ ers unten singen,

Es war, als ob die Liebste rief,

Das Herz, wollt ihm zerspringen.

 

Und über ihm ein Netze wirrt

Der Blumen leises Schwanken,

Durch das die Seele schmachtend irrt

In lieblichen Gedanken.

 

So süße Zauberei ist los,

Und wunderbare Lieder

Gehn durch der Erde Frühlingsschoß,

Die lassen ihn nicht wieder.


Das Gedicht "Frühlingsnetz" stammt von (* 1788-03-10, † 1857-11-26).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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