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Die Nacht


Wie schön, hier zu verträumen

Die Nacht im stillen Wald,

Wenn in den dunklen Bäumen

Das alte Märchen hallt.

 

Die Berg im Mondesschimmes

Wie in Gedanken stehn,

Und durch verworrne Trümmer

Die Quellen klagend gehn.

 

Denn müd ging auf den Matten

Die Schönheit nun zur Ruh,

Es deckt mit kühlen Schatten

Die Nacht das Liebchen zu.

 

Das ist das irre Klagen

In stiller Waldespracht,

Die Nachtigallen schlagen

Von ihr die ganze Nacht.

 

Die Stern gehn auf und nieder -

Wann kommst du, Morgenwind,

Und hebst die Schatten wieder

Von dem verträumten Kind?

 

Schon rührt sichs in den Bäumen,

Die Lerche weckt sie bald -

So will ich treu verträumen

Die Nacht im stillen Wald.



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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