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Der Winzer


Es hat die Nacht geregnet,

Es zog noch grau ins Tal,

Und ruhten still gesegnet

Die Felder überall;

Von Lüften kaum gefächelt,

Durchs ungewisse Blau

Die Sonne verschlafen lächelt′

Wie eine wunderschöne Frau.

 

Nun sah ich auch sich heben

Aus Nebeln unser Haus,

Du dehntest zwischen den Reben

Dich von der Schwelle hinaus,

Da funkelt′ auf einmal vor Wonne

Der Strom und Wald und Au -

Du bist mein Morgen, meine Sonne,

Meine liebe, verschlafene Frau!



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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