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Auf der Feldwacht


Mein Gewehr im Arme steh ich

Hier verloren auf der Wacht,

Still nach jener Gegend seh ich,

Hab so oft dahin gedacht!

 

Fernher Abendglocken klingen

Durch die schöne Einsamkeit;

So, wenn wir zusammen gingen,

Hört ichs oft in alter Zeit.

 

Wolken da wie Türme prangen,

Als säh ich im Duft mein Wien,

Und die Donau hell ergangen

Zwischen Burgen durch das Grün.

 

Doch wie fern sind Strom und Türme!

Wer da wohnt, denkt mein noch kaum,

Herbstlich rauschen schon die Stürme,

Und ich stehe wie im Traum.



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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