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An Luise


Ich wollt in Liedern oft dich preisen,

Die wunderstille Güte,

Wie du ein halbverwildertes Gemüte

Dir liebend hegst und heilst auf tausend süße Weisen,

Des Mannes Unruh und verworrnem Leben

Durch Tränen lächelnd bis zum Tod ergeben.

 

Doch wie den Blick ich dichtend wende,

So schön still in stillem Harme

Sitzt du vor mir, das Kindlein auf dem Arme,

Im blauen Auge Treu und Frieden ohne Ende,

Und alles lass ich, wenn ich dich so schaue -

Ach, wen Gott lieb hat, gab er solche Fraue!



(* 10.03.1788, † 26.11.1857)




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