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Im Sommer


Was, Rose, blühest du so schön

Und duftest mir so süße?

Was, holder Zephyr, soll dies Weh′n

Und Flüstern deiner Küsse? -

O Rose! dufte Todten-Duft

Dem langgequälten Herzen;

Komm, rauher Nord! zerpeitsch′ die Luft

Und Zephyrs kos′ges Scherzen.

 

Zur blassen Todten-Krone nur

Kannst du mir, Rose, prangen;

Ihr Lüfte, heiße Thränen nur

Küßt ihr auf meine Wangen.

Weg! – fliehet zu dem falschen Mann,

Sag′t ihm von meiner Treue,

Und bring′t zu meinem Grabe dann

Einst Thränen seiner Reue.



(* 00.12.1757, † 16.11.1840)




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