"Seht den Mann, o große Not!

Wie er mit dem Stocke droht

gestern schon und heute noch!

Aber niemals schlägt er doch.

Schneemann, bist ein armer Wicht,

hast den Stock und wehrst dich nicht."

 

Freilich ist′s ein gar armer Mann,

der nicht schlagen noch laufen kann.

Schleierweiß ist sein Gesicht.

Liebe Sonne, scheine nur nicht,

sonst wird er gar wie Butter weich

und zerfließt zu Wasser gleich.


Das Gedicht "Der Schneemann" stammt von (* 1789-03-26, † 1854-05-19).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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