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An Phillis


Ich merke, daß die Flur, die Stadt, die ganze Welt,

Mir itzo wiederum, auch ohne dich, gefällt;

Ich höre dich nicht mehr, wie sonst, erröthend nennen,

Und kann mich überall, gelaßen, von dir trennen.

Ich glühe Tags nicht mehr, dir immer nachzuziehn;

In Träumen seh ich dich auch Nachts nicht mehr entfliehn.

Kein Blick von dir findt mehr den Weg zu meinem Herzen;

Dein Lächeln macht mir nicht, wie vormahls, süse Schmerzen.

Ich bin kein König mehr, ertheilstu mir Gehör;

Und glaube, Phillis, fast: ich liebe dich nicht mehr.

 



(* 09.07.1721, † 04.11.1781)




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