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Nichts verliert sich


Nicht der brausende Strom zürnt mit dem rieselnden Bache,

Nicht der rieselnde Bach zürnt mit dem fallenden Thau;

Alle rollen vereint zum weiten, unendlichen Meere,

Wo sich ihr Name verliert, wo ihre Welle zerrinnt.

Aber sieh, vom gewaltigen Meer ziehn Dämpfe gen Himmel,

Schweben als Wolken umher, regnen in Tropfen herab;

Ketten der Berge ziehen sie an und erhabene Gipfel,

Quellen strömen ins Land, Kräuter und Blumen entstehn.

Nein, kein Tropfe verlor sich im Meer und dem endlosen Aether;

Darum, lieblicher Bach, rolle die Welle getrost!



(* 25.08.1744, † 18.12.1803)




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