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In der Mitternacht


Todesstille deckt das Tal

Bei des Mondes falbem Strahl;

Winde flüstern dumpf und bang

In des Wächters Nachtgesang.

 

Leiser, dumpfer tönt es hier

In der bangen Seele mir,

Nimmt das Strahl der Hoffnung fort,

Wie den Mond die Wolke dort.

 

Hüllt, ihr Wolken, hüllt den Schein

Immer tiefer, tiefer ein!

Vor ihm bergen will mein Herz

Seinen tiefen, tiefen Schmerz.

 

Nennen soll ihr nicht mein Mund;

Keine Träne mach′ ihn kund;

Senken soll man ihn hinab

Einst mit mir in′s kühle Grab.

 

An des Todes milder Hand

Geht der Weg in′s Vaterland;

Dort ist Liebe sonder Pein;

Selig, selig werd′ ich sein.



(* 02.09.1740, † 04.01.1814)




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