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Der Prophet


In einer Halle hat er mich empfangen

Die rätselhaft mich ängstet mit Gewalt

Von süssen Düften widerlich durchwallt,

Da hängen fremde Vögel, bunte Schlangen,

 

Das Tor fällt zu, des Lebens Laut verhallt

Der Seele Athmen hemmt ein dumpfes Bangen

Ein Zaubertrunk hält jeden Sinn befangen

Und alles flüchtet, hilflos, ohne Halt.

Er aber ist nicht wie er immer war.

 

Sein Auge bannt und fremd ist Stirn und Haar.

Von seinen Worten, den unscheinbar leisen

Geht eine Herrschaft aus und ein Verführen

Er macht die leere Luft beengend kreisen

Und er kann töten, ohne zu berühren.



(* 01.02.1874, † 15.07.1929)




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