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Der Dorfdadaist


In Schnabelschuhen und im Schnürkorsett

Hat er den Winter überstanden,

Als Schlangenmensch im Teufelskabinett

Gastierte er bei Vorstadtdilletanten.

 

Nun sich der Frühling wieder eingestellt

Und Frau Natura kräftig promenierte,

Hat ihn die Lappen- und Atrappenwelt

Verdrossen erst und schließlich degoutieret.

 

Er hat sich eine Laute aufgezimmert

Aus Kistenholz und langen Schneckenschrauben,

Die Saiten rasseln und die Stimme wimmert,

Doch läßt er sich die Illusion nicht rauben.

 

Er brüllt und johlt, als hinge er am Spieße.

Er schwenkt juchelend seinen Brautzylinder.

Als Schellenkönig tanzt er auf der Wiese

Zum Purzelbaum der Narren und der Kinder.



(* 22.02.1886, † 14.09.1927)




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