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Liebesgruß


Dein dunkles Auge hat mich angelacht,

So wie die zaubervollste Frühlingsnacht.

 

In deinem Antlitz eine Helle lag,

So wie im allerschönsten Frühlingstag.

 

Dein langes Haar umschlang das stille Haupt,

Als war von Blumenkränzen es umlaubt,

 

Und deines Wortes seelenvoller Laut,

Der machte bald mich ganz mit dir vertraut.

 

Doch was mein Herz so ernst, so tief erfaßt,

Das ist, daß du mich gleich verstanden hast.

 

Daß du es gleich an meiner Glut erkannt,

Daß ich für dich in wahrer Lieb entbrannt;

 

Daß du aus längstgehörtem Wortgewühl

Erkannt das edle, reinere Gefühl,

 

Das nun als Rose mir das Leben schmückt,

Von deiner Glut zu Glanz und Duft entzückt.



(* 20.08.1819, † 30.05.1904)




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