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Dort Saaleck, hier die Rudelsburg


Dort Saaleck, hier die Rudelsburg,

Und unten tief im Tale

Da rauschet zwischen Felsen durch

Die alte liebe Saale;

Und Berge hier und Berge dort

Zur Rechten und zur Linken -

Die Rudelsburg, das ist ein Ort

Zum Schwärmen und zum Trinken.

 

Das wissen die Studenten auch

In Jena und in Halle

Und trinken dort nach altem Brauch

Im Hof und auf dem Walle.

Umringt von moosigem Gestein,

Wie klingen da die Lieder!

Die Saale rauscht so freudig drein,

Die Berge hallen wider.

 

O Vaterland, wie bist du schön

Mit deinen Saatenfeldern,

Mit deinen Talern, deinen Höhn

Und all den stolzen Wäldern!

O Vaterland, drum wollen wir

Dir unsre Lieder singen,

Zu deinem Preise sollen hier

Laut Herz und Becher klingen.

 

Wie tönet das ins Tal hinein

Vom Felsen hoch hernieder, -

Die Saale rauscht so freudig drein,

Die Berge hallen wider;

Und Berge hier und Berg dort

Zur Rechten und zur Linken -

Die Rudelsburg, das ist ein Ort

Zum Schwärmen und zum Trinken.

 

Was brauchen wir die Rudelsburg?

Was brauchen wir die Saale?

Wir haben doch den Greifenstein

Im schönen Schwarzatale;

Und Berge hier und Berge dort

Zur Rechten und zur Linken;

Der Greifenstein, das ist ein Ort

Zum Schwärmen und zum Trinken.



(* 11.02.1821, † 09.03.1902)




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