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Neujahrsgebet


des Pfarrers von St. Lamberti zu Muenster

aus dem Jahre 1883

 

Herr, setze dem Überfluß Grenzen

und lasse die Grenzen überflüssig werden

 

Lasse die Leute kein falsches Geld machen

und auch das Geld keine falschen Leute

 

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort

und erinnere die Männer an ihr erstes.

 

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

 

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,

die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

 

Gib den Regierenden gute Deutsche

und den Deutschen eine gute Regierung.

 

Herr, sorge dafür, daß wir alle

in den Himmel kommen

- aber nicht sofort.



(* 18.11.1818, † 28.01.1901)




Bewertung:
5/5 bei 2 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Christina Schlegel
    Christina Schlegel | christinaschlegel1954@gmail.com
    vor 11 Monaten

    ...was war er für ein kluger Mensch- das Gedicht passte zu seiner Zeit und ebenso in die heutige Zeit....wunderbar....

  • Gravatar von Richard Schlarmann
    Richard Schlarmann | richard.schlarmann@ewetel.net
    vor rund 7 Jahren

    Treffender und humorvoller kann man es kaum formulieren; absolut zeitlos !

  • Gravatar von Liora
    Liora |
    vor rund 8,5 Jahren

    Diese wunderbare Gebet ist völlig zeitlos und immer wieder aktuell. Ein weiser Mann.

  • Gravatar von Paskarbies
    Paskarbies | EdiePaskarbies@hotmail.de
    vor rund 9,5 Jahren

    Ja, das finde ich auch. Passt genau in die heutige Zeit!!

  • Gravatar von CW am KBW
    CW am KBW | willx.c@gmx.de
    vor rund 10,5 Jahren

    Obwohl dieses Gedicht aus der Sylvesterpredogt von 1883 stammt past es genau in die heutige zeit. CW