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Das war ein lust’ges Feiern


Das war ein lust′ges Feiern –

Ein Schwärmen bei Nacht und bei Tag!

Nun liegt′s auf mir so felsenhart –

Jach sind mir Freud und Lust erstarrt:

Nun liegt′s auf mir so bleiern

Nach all′ dem lust′gen Feiern –

Dem Schwärmen bei Nacht und bei Tag! . . .

 

Das war ein tolles Zechen –

Wir wurden′s schier nicht satt! . . .

Jach starb mir da der blüh′nde Scherz –

Nun liegt′s auf mir wie schweres Erz:

Als wollte das Hirn mir zerbrechen

Nach all dem lust′gen Zechen, –

Dem Schwärmen bei Nacht und bei Tag!

 

Das war ein keck Erfassen

Des Lebens in jauchzender Lust! . . .

Nun liegt′s mir vor Augen so tot und so fahl –

Nun liegt mir die Welt so namenlos schaal: –

Als sollte ich sie nun hassen:

So ward mir nach all′ dem Erfassen

Des Lebens in jauchzender Lust! . . .



(* 12.07.1862, † 08.03.1890)




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