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XXIII. Ich hôrte ûf der heide


I

 

Ich hôrte ûf der heide

lûte stimme und süezen sanc.

dâ von wart ich beide

vröiden rîch und an trûren kranc.

Nâch der mîn gedanc sêre ranc unde swanc,

die vant ich ze tanze, dâ si sanc.

âne leide ich dô spranc.

 

II

 

Ich vant sî verborgen

eine und ir wengel von trehen naz,

dâ si an dem morgen

mînes tôdes sich vermaz.

Der vil lieben haz tuot mir baz danne daz,

dô ich vor ir kniewete, dâ si saz

und ir sorgen gar vergaz.

 

III

 

Ich vant si an der zinne

eine, und ich was zuo zir gesant.

dâ mehte ichs ir minne

wol mit vuoge hân gepfant.

Dô wânde ich diu lant hân verbrant sâ zehant,

wan daz mich ir süezen minne bant

an den sinnen hât erblant.



(* 00.00.1150, † 00.00.1222)




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