Vrowe, wilt du mich genern,

sô sich mich ein vil lützel an.

ich enmac mich langer niht erwern,

den lîp muoz ich verlorn hân.

Ich bin siech, mîn herze ist wunt.

vrowe, daz hânt mir getân

mîn ougen und dîn rôter munt.


Das Gedicht "XIX. Vrowe, wilt du mich genern" stammt von   (1149 - 1221).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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