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Keiner kann sich aus den Banden


Keiner kann sich aus den Banden

Deines Haars befreien,

Ohne Furcht vor der Vergeltung

schleppst du die Verliebten.

 

Bis nicht in des Elends Wüsten

der Verliebte wandert,

Kann er in der Seele Inners,

Heiligstes nicht dringen.

 

Deiner Wimpern Spitzen würden

selbst Rustam besiegen,

Deiner Brauen Schütze würde

selbst Waqqas beschämen.

 

Wie die Kerze brennt die Seele,

hell an Liebesflammen;

Und mit reinem Sinne hab ich

meinen Leib geopfert.

 

Bis du nicht wie Schmetterlinge

aus Begier verbrennest,

Kannst du nimmer Rettung finden

von dem Gram der Liebe.

 

Du hast in des Flatterhaften

Seele Glut geworfen,

Ob sie gleich längst aus Begierde

Dich zu schauen tanzte.

 

Sieh, der Chemiker der Liebe

wird den Staub des Körpers,

Wenn er noch so bleiern wäre,

doch in Gold verwandeln.

 

O Hafis! kennt wohl der Pöbel

großer Perlen Zahlwert?

Gib die köstlichen Juwelen

nur den Eingeweihten.



(* 00.00.1320, † 00.00.1390)




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