Was du nur willst! Dieweil du reimen kannst

und in beliebtem Hopsassa

erzählst was dir zu Leids geschah,

schmähst du auf jeden braven Wanst,

der reimlos seine Wege geht

und von der Narrheit nichts versteht,

die dich, indes er ißt und trinkt,

in schmerzliche Ekstase bringt

und dich ekstatisch hungern läßt.

Er soll dir deine Narrenqualen

etwa mit seinem Gelde zahlen?

Dir ist dein Narrsein ja ein Fest!

So zahle deine Feste selber

und neide nicht voll Prahlerei

und widriger Phantasterei

ihm seine wohlgeratnen Kälber,

du elendiger Hopsassa

und Tschingterassa Bum!


Das Gedicht "Das Hopsassa" stammt von   (1885 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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