Wie gelbe Stiere schäumt ihr und tobt
und brüllt ohne Ende zu Tal,
doch die Felsen, die ihr durchrannt und durchklobt,
all eure wütende Qual
wird in drei Stunden vergessen sein -
Hoppla! du Narr und trolle dich,
für dich ist kein Ruhbett gemacht,
hebe die Füße und trolle dich
kalt und vergrämt durch die ewige Nacht.
Das Gedicht "An der Reuß" stammt von Gustav Sack (1885 - 1916).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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