Nach oben

Die Aufgeregten


Welche tief bewegten Lebensläufchen,

Welche Leidenschaft, welch wilder Schmerz!

Eine Bachwelle und ein Sandhäufchen

Brachen gegenseitig sich das Herz!

 

Eine Biene summte hohl und stiess

Ihren Stachel in ein Rosendüftchen,

Und ein holder Schmetterling zerriss

Den azurnen Frack im Sturm der Mailüftchen!

 

In ein Tröpflein Tau am Butterblümchen

Stürzt′ sich eine kleine Käferfrau,

Und die Blume schloss ihr Heiligtümchen

Sterbend über dem verspritzten Tau!



(* 19.07.1819, † 15.07.1890)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Gravatar von Wolfgang Dr.Licht
    Wolfgang Dr.Licht | wg-licht@t-online.de
    vor 4 Monaten

    Es fehlt das Gedicht von Johann Gotfried Herder: " Das Lied vom Schmetterling"
    Eines der ergreifensten Gedichte