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Das Unendliche


Lieb war mir stets hier der verlass′ne Hügel

und diese Hecke, die vom fernsten Umkreis

so viel vor meinem Blick verborgen hält.

Doch hinter ihr - wenn ich so sitze, schaue,

endlose Weiten, formt sich dort mein Denken,

ein Schweigen, wie es Menschen nicht vermögen,

und tiefste Ruhe; da verlernt die Seele

das Fürchten bald. Und wenn des Windes Rauschen

durch diese Bäume geht, halt ich die Stimme

dem Schweigen, dem unendlichen, entgegen,

ihm zum Vergleich: des Ewigen gedenk ich,

der toten Jahreszeiten und der einen,

die heute lebt und tönt. Und so versinken

im Unermeßlichen mir die Gedanken,

und Schiffbruch ist mir süß in diesem Meere.



(* 29.06.1798, † 14.06.1837)




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