Nach oben

An sich selbst


Magst nun für immer ruhn,

mein müdes Herz. Dahin die äußerste Täuschung,

Dass ich mich ewig wähnte. Dahin. Erloschen sind,

Ich fühl es, die Hoffnung und das Verlangen

Nach milden Täuschungen.

Ruh′ nun für immer. Du hast genug

Geschlagen. Umsonst dein

Aufruhr, die Welt ist deine Seufzer

Nicht wert. Bitter und schal ist

Das Leben, nichts niemals sonst; und Schlamm die ganze Welt.

Beruhige dich nun. Verzweifle

Ein letztes Mal. Einzig das Sterben

Ist unserem Geschlecht gegeben. Verachte also

Dich, die Natur, die böse

Macht, die im Verborgenen über gemeines Unglück herrscht,

Und die unendliche Eitelkeit aller Dinge.



(* 29.06.1798, † 14.06.1837)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!