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Sie schreitet in Schönheit


Sie schreitet in Schönheit, wie die Nacht

bei wolkenlosen Atmosphären

und sternklaren Himmeln;

und alte Vorzüge des Dunklen und Hellen

vereinigen sich in ihrer Erscheinung

und ihren Augen:

so gemildert zu jenem zarten Licht,

das der Himmel dem grellen Tag verweigert.

 

Ein Schatten mehr, ein Strahl weniger

hätte die unbeschreibliche Anmut

fast beeinträchtigt,

welche in jeder rabenschwarzen Locke wallt

oder weich über ihr Antlitz leuchtet;

wo heitersüße Gedanken

zum Ausdruck bringen,

wie rein, wie teuer ihre Wohnstatt.

 

Und auf jener Wange und über jene Braue,

so weich, so ruhig, und doch so beredt,

erzählt das Lächeln, das einnimmt,

die Farben, die strahlen,

nur von Tagen, die in Güte verbracht sind,

einem Geist, der im Frieden ist

mit allem [hier] drunten,

einem Herz, dessen Liebe unschuldig ist.



(* 22.01.1788, † 19.04.1824)




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