Stille in nächtigem Zimmer.

Silbern flackert der Leuchter

Vor dem singenden Odem

Des Einsamen;

Zaubrisches Rosengewölk.

 

Schwärzlicher Fliegenschwarm

Verdunkelt den steinernen Raum,

Und es starrt von der Qual

Des goldenen Tags das Haupt

Des Heimatlosen.

 

Reglos nachtet das Meer.

Stern und schwärzliche Fahrt

Entschwand am Kanal.

Kind, dein kränkliches Lächeln

Folgte mir leise im Schlaf.

 


Das Gedicht "In Venedig" stammt von (* 1887-02-03, † 1914-11-03).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte