Wieder folgend der blauen Klage des Abends

Am Hügel hin, am Frühlingsweiher -

Als schwebten darüber die Schatten lange Verstorbener,

Die Schatten der Kirchenfürsten, edler Frauen -

Schon blühen ihre Blumen, die ernsten Veilchen

Im Abendgrund, rauscht des blauen Quells

Kristallne Woge. So geistlich ergrünen

Die Eichen über den vergessenen Pfaden der Toten,

Die goldene Wolke über dem Weiher.


Das Gedicht "In Hellbrunn" stammt von (* 1887-02-03, † 1914-11-03).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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