Ein solcher ist mein Freund,

Ein solcher ist mein Buhle,

Ein einziger, erlesener

Aus sämmtlicher Männer Schaar:

Wie ein Rabe, so schwarz sein Haar,

Und seine milden Augen

Ein Tauben-Augenpaar.

Sein Leib, wie Elfenbein,

Und wie gehau′n aus Marmor

Der Schenkel Prachtgebilde,

Wie Lüfte, die gelinde

Hinsäuseln über Rosen,

Sind seine Minnegrüße,

Wie des Honiges Seim an Süße

Die Küsse, die er beut,

Sein ganzes Sein und Wesen

Nur Glück und Seligkeit.


Das Gedicht "Ein solcher ist mein Freund" stammt von (* 1800-03-05, † 1875-12-14).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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