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Fragen an mein Schicksal


O Schicksal! musstest du mein Herz mit Lieb' erfüllen,

Mit Liebe für den Mann, der nie die Seufzer stillen,

Nie Thränen trocknen wird, die er mir ausgepresst?

Und bin ich nie ein Gast bey Amors Wonnefest?

Lernt' ich den edelsten der Männer darum kennen,

Um stets von ihm verkannt, im Stillen nur zu brennen?

Soll dieses arme Herz der Jugend beste Kraft

Verschwenden in dem Streit mit Pflicht und Leidenschaft?

Und soll ein Mann, wie Er, versehn mit tausend Gaben,

Von tausend Fehlern frey, den Einen Fehler haben:

Dass er mich Liebe lehrt, die Schülerinn nicht liebt,

Und durch Entfernung nur die Ruh' ihr wieder giebt?



(* 24.03.1768, † 24.07.1839)




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