Drunten an der Gartenmauern

hab′ ich sehn das Häslein lauern.

Eins, zwei, drei -

legt′s ein Ei,

lang wird′s nimmer dauern.

 

Kinder, laßt uns niederducken!

Seht ihr′s ängstlich um sich gucken?

Ei, da hüpft′s,

hei, da schlüpft′s

durch die Mauerlucken.

 

Und nun sucht in allen Ecken,

wo die schönen Eier stecken,

rot und blau,

grün und grau

und mit Marmelflecken!


Das Gedicht "Osterhäslein" stammt von   (1812 - 1879).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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