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Der Fischer und der Schatz


Ein Fischer, der mit seinen Netzen

Brod und Zufriedenheit gewann,

That einen schweren Zug. Voll Mitleid und Entsetzen

Traf er im Sack des Garns jetzt einen Todten an.

Der soll, sprach er, von mir den letzten Dienst erhalten.

Vielleicht, daß in der Todesnacht

Dieß seinen Schatten ruhig macht.

Wie der um′s Leben kam, so kann ich selbst erkalten.

Aus Sorgfalt trägt er ihn an einen sichern Platz,

Den nicht die hohe Flut erreichte.

Da grub er tief, und schwitzt′, und keichte,

Und fand, im Schaufeln, einen Schatz.

 

Der Schickung Hand ist stets bereit

Der Tugend Werke zu vergelten.

Sie sorgt, mit gleicher Wachsamkeit,

Für jeden Menschen, wie für Welten.



(* 23.04.1708, † 28.10.1754)




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