Es ist Theophilus ein Lehrer jeder Pflicht:

So heilig wie sein Amt, so wahr als sein Gesicht:

Dem Irrthum billig feind, ohn′ Irrende zu hassen:

Voll Liebe, wie sein Gott, und, als sein Knecht, gelassen:

Nur eifrig für das Wort: besorgt für aller Heil,

Und keinem Eigennutz und keiner Meinung feil.

Er sucht die Ehre nicht, noch Güter dieser Erde;

Die Ehre suchet ihn, damit sie edler werde.

Er unterscheidet sich so sehr vom Geist der Welt,

Daß er, im Priesterrock, uns, und nicht sich, gefällt.


Das Gedicht "Charakter eines würdigen Predigers" stammt von   (1708 - 1754).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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