Damit ich singen lerne,
Soll mir der Saft der Reben
Jetzt Muth und Töne geben
Und neue Kunst verleihn.
Mich reizen deine Sterne,
Ihr Einfluß wirket Wunder,
O feuriger Burgunder,
O königlicher Wein!
Gedichte
Friedrich von Hagedorn
Damit ich singen lerne,
Soll mir der Saft der Reben
Jetzt Muth und Töne geben
Und neue Kunst verleihn.
Mich reizen deine Sterne,
Ihr Einfluß wirket Wunder,
O feuriger Burgunder,
O königlicher Wein!
Das Gedicht "Burgunder-Wein" stammt von Friedrich von Hagedorn (1708 - 1754).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.