An einen Freund, der mir Burmanns Ovidium geschenkt hatte
Freund, dein Ovidius vermehrt dir meine Pflicht.
So reizend sieht man gern, was er so schön geschrieben.
Wie leicht entbehrest du des Dichters Unterricht?
Du wußtest, unbelehrt, vorlängst die Kunst zu lieben:
Die wußt′ ich sonder ihn und Chloens Augen nicht.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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