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An Fatima


O Mädchen, dein beseligend Angesicht

Übt größere Wunder als das Sonnenlicht!

Die Sonne kann uns nicht mit Glut erfüllen,

Wenn Nacht und Wolken ihren Glanz verhüllen,

Sie muß in ganzer Majestät sich zeigen,

In uns die Glut zu wecken, die ihr eigen.

 

Dich aber, Mädchen, brauch′ ich nicht zu sehn,

Um ganz in Glut und Wonne zu vergehn:

So strahlend lebt dein Bild in meinem Innern,

Ich brauche bloß mich deiner zu erinnern.

 

Ich glühe für dich - aber kalt bleibst du,

Und selber ruhig, - raubst du meine Ruh.

 

Oh, fühle selbst die Glut, die du entfachst,

Sei selbst so glücklich, wie du glücklich machst!



(* 22.04.1819, † 18.04.1892)




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