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Vogel Albatross


O Wunder! Fliegt er noch?

Er steigt empor und seine Flügel ruhn!

Was hebt und trägt ihn doch?

Was ist ihm Ziel und Zug und Zügel nun?

 

Er flog zu höchst - nun hebt

Der Himmel selbst den siegreich Fliegenden:

Nun ruht er still und schwebt,

Den Sieg vergessend und den Siegenden.

 

Gleich Stern und Ewigkeit

Lebt er in Höhn jetzt, die das Leben flieht,

Mitleidig selbst dem Neid -:

Und hoch flog, wer ihn auch nur schweben sieht!

 

O Vogel Albatross!

Zur Höhe treibt′s mit ew′gem Triebe mich!

Ich dachte dein: da floss

Mir Thrän′ um Thräne - ja, ich liebe dich!



(* 15.10.1844, † 25.08.1900)




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