Ein Frosch im Teiche sprach zum Andern:

»– Und ob wir bis zum Pole wandern,

Nein! so melodisch und voll Seele,

Wie Du, singt keine Philomele!« –

Lusttrunken rief das Fröschlein aus:

»Wem aber dank′ ich den Applaus?

Brekex! Nur deinem Unterricht.

So klingt die Menschenflöte nicht.

Ich fühl′ in meinem – Deinen Werth.

Du bist allein schon ein Concert;

Die ganze Teich-Akademie

Bewundert deine Melodie.« –

 

Nicht anders loben lächerlich

Zwey Thoren in Journalen sich.


Das Gedicht "Die zwey Frösche" stammt von (* 1761-03-19, † 1829-01-30).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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