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Thuiskon


Wenn die Strahlen vor der Dämrung nun entfliehn und der Abendstern

Die sanfteren, entwölkten, die erfrischenden Schimmer nun

Nieder zu dem Haine der Barden senkt,

Und melodisch in dem Hain die Quell′ ihm ertönt;

 

So entsenket die Erscheinung des Thuiskon, wie Silber stäubt

Von fallendem Gewässer, sich dem Himmel, und komt zu euch,

Dichter, und zur Quelle. Die Eiche weht

Ihm Gelispel. So erklang der Schwan Venusin,

 

Da verwandelt er dahin flog. Und Thuiskon vernimts, und schwebt

In wehendem Geräusche des begrüssenden Hains, und horcht;

Aber nun empfangen, mit lauterm Gruss,

Mit der Sait′ ihn und Gesang, die Enkel um ihn.

 

Melodieen, wie der Telyn in Walhalla, ertönen ihm

Des wechselnden, des kühneren, deutscheren Odenflugs,

Welcher, wie der Adler zur Wolk′ itzt steigt,

Dann herunter zu der Eiche Wipfel sich senkt.



(* 02.07.1724, † 14.03.1803)




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