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Ständchen


Dir, Holde, tief im Schlummer,

Dir sei mein Sang geweiht!

Doch nicht soll er dich wecken

Aus Traumes Seligkeit.

Die Töne, leise schwebend

Ums Atmen deiner Brust,

Sie sollen nur geleiten

Des Schlummers süße Lust!

Stille - Stille -

 

Sanft träume - sanft erwache,

Und wenn dein Aug erhellt,

So finde sonnig strahlend

Noch schöner dieseWelt.

Stille - Stille -

 

Und ist der Sang verklungen,

Verhallet Ton und Wort,

 

Dann zieht in aller Stille

Der Sänger wieder fort.

Er küßt nur noch die Blumen,

Die an den Fenstern blühn,

Und nimmt mit heim im Busen

Noch heißres Liebesglühn!

Stille - Stille -



(* 05.02.1808, † 23.09.1885)




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