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Mein Schlafrock


Wie arg, daß jetzt mein Schlafrock hin,

Zerfetzt und druchgefressen,

Kaum siebzehn Jahr ich äleter bin,

Seit er mir angemessen.

 

Von Wolle kaum mehr eine Spur.

Durchlöchert schon von Schaben,

Ich tröste mich mit solchen nur,

Die keinen Schlafrock haben.

 

Soll ich mir jetzt als Sterbekleid

Noch einen neuen schenken?

Dann möcht′ ich ihn bequem und weit,

Wenn sie ins Grab mich senken.



(* 05.02.1808, † 23.09.1885)




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