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Chor der Nymphen


Seit Jahrtausenden

Weilen wir hier

An diesem Teiche.

Immer das gleiche

Schauen wir.

Verlockende Worte

Von Lust und Freuden

Führten die Menschen

Zu allen Zeiten

Zu diesem Orte.

Die römischen Frauen

Wo sind sie geblieben?

Wir sehn sie nicht mehr.

Hier kamen sie her,

Um in den lauen

Fluten zu lieben.

 

Auch unsre Genossen

Dem Himmel entsprossen,

Die Oreaden

In Busch und Bäumen

Sie pflegten zu baden

Hier und zu träumen.

Die zottigen Faune,

Mit denen wir liebten,

Im Jagen uns übten

In wilder Laune.

Sie alle schwebten,

Die einst hier lebten,

Zum Himmel wieder,

Aus diesen Triften

Empor zu den Lüften,

Zu ihrem Gebieter.



(* 24.07.1864, † 09.03.1918)




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