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Der Tänzer


Du stehst,

Eine steile Fackel.

Hell ist dein Gesicht.

Rein

Wie eine Blüte,

Wie eine Taube,

Wie neugefallener Schnee.

 

Leise rühren sich die Finger,

Heben sich die Hände,

Breiten,

Weiten sich die Arme

Der Unendlichkeit.

Langsam,

Schwer von Demut,

Leiden,

Inbrunst,

Neigt sich

Dein verzückter Körper,

Deine Seele.

Gibt sich gläubig der Musik.

Gibt sich allen Menschen.

Gibt sich Gott.

Innig biegen sich die Knie,

Schreiten,

Tanzen schwebend

Deine zarten Füße.

 

Du brennst,

Eine steile Fackel.

Deine Arme,

Deine königlichen Hände

Wachsen betend,

Betend in den Himmel,

Der sich strahlend

Unserer Sehnsucht

Öffnet.



(* 11.09.1894, † 01.09.1931)




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