Funkelnd über den Dächern

Liegt der heiße Strahl;

Ach, kein Lüften, kein Fächern

Lindert die sengende Qual.

 

Stumm in der Häuser Schatten

Gehen die Menschen hin;

Von Wäldern und grünen Matten

Träumt ihr lechzender Sinn.

 

Leiser rollen die Wagen,

Plätschert der Brunnen Fluth;

In solchen schlummernden Tagen

Selbst die Liebe ruht.

 

Einsam im weiten Raume

Schlummerst auch du, mein Herz,

Und leis′ nur wie im Traume

Durchzuckt dich der Sehnsucht Schmerz.


Das Gedicht "Stadtsommer" stammt von (* 1833-09-30, † 1906-07-24).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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